Soziale Distanz

Hin und wieder schreibe ich auch. Themen die mich bewegen, Gedanken die ich mir mache. Manchmal ist es ganz einfach das geschriebene Wort, das in der Lage ist den richtigen Ausdruck zu finden.

Soziale Distanz

Liebe Leute.

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende, und ich halte inne. Blicke zurück, und mache mir so meine Gedanken.

Worte und Begriffe schwirren mir durch den Kopf. Maskenpflicht oder Corona Leugner, du hast die Wahl. Ich denke nach, über die neurologischen Folgen, traumatische Prägungen, die Begleiterscheinungen sozialer Distanz. Ich denke an all die Unternehmen welche geschlossen werden mussten, oder kurz vor dem Aus stehen. All die Menschen die gezwungener Maßen eine Maske tragen, und sich damit selbst bestrafen, dafür das Sie ihre Arbeit verrichten, Ihre Einkäufe verrichten, oder an manchen Orten einfach nur vor die Tür gehen.

Nur nicht auffallen, das Amt droht mit empfindlichen Strafen.

Besser wir treffen uns nicht, das Amt droht mit empfindlichen Strafen.

Die Bar ist geschlossen denn, das Amt droht mit empfindlichen Strafen.

Kein Kind auf dem Spielplatz, das Amt droht mit empfindlichen Strafen.

Geh nicht in den Park, das Amt droht mit empfindlichen Strafen.

Xyz………….., das Amt droht mit empfindlichen Strafen.

Wer seine Ideen nur mit Gewalt durchzusetzen vermag, der hat grundsätzlich die falschen Ideen. Das ist es was ich hierzu zu sagen habe.

Am 20. Mai veröffentlichte das Innenministeriums ein 17 seitiges Papier, ursprünglich, das nur für den Dienstgebrauch gedacht war.

Hier ein Auszug:

  1. Schlussfolgerungen für Maßnahmen und offene Kommunikation 4 a. Worst case verdeutlichen

Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:

1)Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls. Die Bilder aus Italien sind verstörend.

2)”Kinder werden kaum unter der Epidemie leiden”: Falsch. Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.

3)Folgeschäden: Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben, zeichnen sie doch ein alarmierendes Bild. Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzinfarkt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren. Eine viel häufigere Folge ist Monate und wahrscheinlich jahrelang anhaltende Müdigkeit und reduzierte Lungenkapazität, wie dies schon oft von SARS-Überlebenden berichtet wurde und auch jetzt bei COVID-19 der Fall ist, obwohl die Dauer natürlich noch nicht abgeschätzt werden kann. ……………..……………………………………………………………………………………………………………..

Quelle: interne Strategiepapier des Innenministeriums zur Corona- Pandemie

Um Himmels Willen, dachte ich. Angst verbreiten, wie kann man denn so etwas als Strategie bezeichnen.

Als ich zu Mittsommer nach Schweden reiste, traf ich auf der Fähre Menschen die mir sagten: „Wir sind auf der Flucht vor den Masken.“ „Wo kommt Ihr her“, fragte ich. „Hamburg, wir haben es nicht mehr ausgehalten.“

In all den Monaten, habe ich nur ein paar Mal so eine Maske aufgehabt. Vielleicht vier oder fünf mal. Ich vertrage das nicht gut, es macht mich hoch aggressiv. Also habe ich mein Leben darauf eingestellt, und meide jene Orte.

Ich gehe nicht einkaufen, meine Frau schneidet mir die Haare, ich fahr nicht mehr mit der Bahn, ich halte Abstand zu der Gesellschaft welche mich mit Argwohn mustert, der hat keine Maske auf.

Ob der einen echten Attest hat? Klar, den habe ich. Ach der will sich doch nur drücken, der stellt sich doch nur an. Der ist unsolidarisch.

“Solidarität“ bezeichnet vor allem als Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens ein Gefühl von Individuen und Gruppen, zusammenzugehören. Dies äußert sich in gegenseitiger Hilfe und dem Eintreten füreinander. ( Quelle: Wikipedia)

Füreinander!!!

Dann lese ich Sachen wie: Melden Sie Verstöße gegen die Corona Verordnungen. Oft wird sogar eine Belohnung in Aussicht gestellt.

Kriegst Kohle, wenn du deinen Nachbarn anscheißt.

Also wirklich, beim besten Willen, das liebe Leute ist vollkommen unsolidarisch. Es ist sogar asozial.

04.12.20 Robert Klammer

Distanz, Robert Klammer, Solidarität